Die heutigen Andenschamanen in Peru sprechen über die Inkari-Prophezeiung, die soviel wie „wiedergeboren werden“ bedeutet. Große Teile der Inka-Religion ist nach der Ankunft der Spanier verlorerengegangen. Viele der heiligen Praktiken und Zeremonien waren nur vom Adel benutzt worden und damit verschwunden. Die Inkari-Prophezeiung symbolisiert die Wiedergeburt dieser Kultur und korrespondiert mit der Wiederentdeckung der alten Inka-Techniken – und dem Zeitalter des Wassermanns, einem Zeitalter des Erwachens und der Veränderung. Unsere Erfahrung basiert auf der Wiederbelebung der alten Quechua- Werte und Praktiken der Vergebung und Dankbarkeit.

Diese Zeit des Wandels wird auch Pachkuti zugeschrieben. Pacha ist der Raum und die Zeit gleichermaßen. Als Kuti wird bezeichnet, wenn die Dingen sich umkehren – auf dem Kopf stehen sozusagen. Historisch war Pachakuti gesehen der Inkakönig, dem die Prophezeiung gegeben wurde, dass die Welt untergehen würde (Kommen der Spanier) Hüter der Möglichkeiten und organisierendes Prinzip der oberen Welten. Er verkörpert das Konzept der zirkulären Zeit, macht es möglich, außerhalb der linearen Zeit zu treten und hält die Zeit an. Er bringt Ordnung, himmlische Ordnung. In eine Beziehung mit Pachakuti einzutreten erlaubt uns zu erkennen, was geändert werden kann und es zu ändern, bevor es geboren wird.